…oder eigentlich doch.
Denn dieses Symbol, erblickten wir am Anfang eines grossartigen Abends – Mehr dazu aber später.
Seit einer Weile sind wir (das #monka-team) ja schon aktive Drum’n'Bass Zuhoerer, Erleber, Geniesser. Ich weiss gar nicht mehr genau wann, aber irgendwann hat Eric dann „Black Sun Empire“, einen Artist aus dem, ich glaub, Darkstep-Genre, entdeckt. Tjo, und da er uns auch an Pendulum, Sub Focus und Aehnliches rangefuehrt hat, wovon wir immernoch begeistert sind, lag es also auch nich fern, dass wir uns also auch LP’s von Black Sun Empire besorgten – und wir wurden nicht enttaeuscht. „Joa, schon ganz nett, aber gibt bessere Artists“ dachte ich zuerst, allerdings sollte diese Meinung nicht mehr lange anhalten.
Eric war auf jeden Fall, weiterhin davon angetan und entdeckte bald, das Black Sun Empire am 31.03. im ICON in Berlin auflegen wuerden und wollte ab da an auch dorthin. „Mh, wenn er da so drauf abgeht, guckste (bzw. hoerste) mal wohl nochmal in BSE rein…“. Irgendwann hat’s dann bei mir auch *klick* gemacht. Denn, wie ich (wenn sicherlich auch ‘nen bisschen verspaetet) schn ell rausfand, wirkt Drum’n'Bass erst richtig, wenn man die Musik ordentlich laut hoert – Denn, es geht einfach zuviel verloren, wenn man der Musik nur in Zimmerlautstaerke hoert.
So gesellte ich mich also auch zu der „Ich-will-am-31.03.-ins-ICON“-Runde, welche durch Zacha und Norm komplett wurde (Monka hatte an dem Tag leider(!) besseres zu tun).
Am Morgen des Tages sah es allerdings nicht so aus, als ob ich abends wirklich noch nach Berlin fahren sollte, da ich, fuer meine Verhaeltnisse, relativ frueh aufstehen musste und dachte, dass ich dann eine lange Nacht mit Gewummer, Getanze und Gesaufe (^^) nicht lange durchhalten werde.
„Aber wann, wenn nicht jetzt?“ In der Tat, die Fakten sprachen gegen ein zu-hause-bleiben:
„Bald biste in Stuttgart, wer weiss ob du, dann nochmal ‘nen vernuenftigen dnb-Club zu Gesicht bekommst; BSE, sind ja nun nicht irgendwer, spielen heute dort; ICON is’ ja echt ‘nen Name, das musste dir einfach geben; Die anderen wollen doch auch, dass du mitkommst; Wird bestimmt lustig in der Runde; Sonst is immer tote Hose am Wochenende hier, also nutz’ die Chance…“ usw. . Am Abend dann fertig gemacht, nebenbei immer nen bisschen BSE, zu Einstimmung gehoert, dann mit Zacha, und ‘nem Ohrwurm von „Breach“, zur Bahn gelaufen, in der wir dann auch Eric und Norm trafen – Der #monka-dnb-squad war komplett^^.
Also hingefahren bis zur Schoenhauser (fuer ca. 23 Uhr abends waren noch ziemlich viele Leute unterwegs), ausgestiegen – und dann standen wa da. Aber das war nicht weiter schlimm: Eric hatte ‘nen Plan mit und Zacha bemerkte, dass er sogar weiss wo dat is.
Nachstes Ziel: Icon Berlin! Irgendwann kamen wir dort, an, wo das ICON sein sollte, jedoch fanden wir nur ein altes Grundstueck, auf dem vorher wohl mal etwas wie eine Autowerkstatt gewesen sein muss, mit roten Scheinwerfern, vor. Sollte das hier das Icon sein? Ja, es war es, denn nach und nach erspaehten wir mehr und mehr „Icon-Symbole“ die an die Haeuserwaende ringsum das Grundstueck projeziert waren. Eine Art Gelaender fuehrte uns dann in das hintere des Hofes, wo wir dann auch zwei weitere Wartende, vor einer massiven, roten Eisentuer, trafen. Es war schon 23:30 Uhr also, haette es eigentlich losgehen muessen. Auf einmal ging die Tuer auf, ein Typ kam raus, teilte uns mit, dass es noch nich losgehen wuerde und verschwand wieder hinter der Tuer (Ohne Kommentar^^). Nach und nach wurde die Warteschlange dann auch ein Stueck grosser.
Es dauerte auch nicht mehr lange, bis die Tuer sich dann endgueltig oeffnete und der Einlass begann. Schon am Anfang, also bei den Tuerstehern, bemerkte man, dass die Stimmung eher weniger angespannt, sondern relativ locker war. Nach dem Bezahlen, sind wir dann eine Treppe runter („auf den Weg in den Untergrund…“), und noch ein paar Andere. Nach und nach tauchten mehr Lichteffekte, die, nebenbei erwaehnt, wirklich sehr, sehr geil aussahen, und Sitzgelegenheiten – sehr bequeme Stuehle, aber eigentlich eher Sessel, auf. Wir waren fast die ersten, weswegen die ganzen Raeume noch relativ leer waren. Der, wir nahmen schonmal an, dass es sich hierbei um diesen handelt, Tanzfloor, war noch total leergefegt und der DJ war gerade am aufbauen, waehrend im Hintergrund aber schon netter Chill-Out-D’n'B lief. Erstmal an die Bar ran und Heineken geordert, nachdem wir unser Zeug bei der Garderobe abgegeben haben. Danach: Sitzprobe; Ja, war echt bequem. Neben den ganzen netten Features die wir nach und nach im Bar-Raum (Es gab zwei) entdeckten (z.B. eine Art digitaler EQ an der Wand) lief auch ein Film , der nach eigener Aussage, weder Story noch Sprache enthaelt, jedoch trotzdem eine Botschaft vermitteln wuerde. Wie auch nicht anders zu erwarten war, begleitete die Musik des Clubs die bewegten Bilder einwandfrei.
Nach und nach fuehlte ich mich immer wohler und war froh, ueber meine Entscheidung, doch mitgekommen zu sein und ich bemerkte auch, wie ich immer hibbeliger und hibbeliger wurde; Ich musste auf die Tanzflaeche. Allerdings war diese noch relativ leer, und wir fragten uns, ob sich der Club noch fuellen wuerde, weil alleine Tanzen ja auch eher weniger Spass macht – Aber wir hofften weiter. Langsam fuellte sich die Tanzflaeche dann auch mit, die Leute kamen nach und nach, Menschen, die, wie wir auch, anfangs nur da standen, der Musik gelauscht haben, und bestenfalls mit dem Kopf genickt haben – Der Anfang ebend. Aber wer Drum’n'Bass kennt, weiss, dass man zu der Musik einfach nicht lange stillsitzen (bzw. stillstehen^^) kann.
So kam es dann auch, denn zacha und ich legten nach und nach los. Vllt. sah es nich gut aus, aber darauf kam es auch gar nicht an: Wir waren da um die Musik zu geniessen und Sie auszuleben. Eric, am Anfang noch, ich moechte sagen, sehr zurueckhaltend, gesellte sich dann bald zu zacha und mir und vervollstaendigte das taenzerische Trio – Norm blieb stehen. Die Leute wurden auch immer „mutiger“ und schon bald begann der Tanz-Floor zu brodeln, weil die Masse zu tanzen anfing.
Was mir gleich am Anfang aufgefallen ist: Im Gegensatz zum Tanzen in Indie/Alternativ-Clubs („Luftgitarre“ oder wirklich oft sehr eintoerniges Tanzen) oder zum Rumgemoshe bzw. Headgebange bei Metal-Veranstaltungen haben die Leute hier richtig getanzt. Damit meine ich keine klassischen Taenze oder so. Nein, die Leute haben mit ganzen Koerpereinsatz getanzt, moechte ich behaupten: Fuesse (Two-Step oder aehnliche nett anzusehende Sachen), Hueften, Schulter und was noch alles am Koerper dran ist. Das Ganze sogar echt in fluessigen Bewegungen – war richtig genial, und wer einmal da war, weiss was ich meine. Es war wirklich grossartig da: alle hatten nen Mordsspass und die Leute da waren total nett (z.B. wenn mal jmd. ausversehen angerempelt wurde, wurde sich sofort entschuldigt; das hab ich im Magnet schon anders erlebt…) und man musste einfach bei der Musik tanzen. Selbst wenn der Koerper nach ‘ner Weile schon „Nein“ sagte, der Kopf (besonders die Ohren an Diesem) sagten einem „Weiter“.
Irgendwann ging es dann aber echt nicht mehr, und wir legten die erste Pause, begleitet von Getranken, ein. Also wir Norm fragten, warum er denn nun nicht mittanze, meint er, dass er sich nich traue (den genauen Wortlaut weiss ich nich mehr, aber so war’s sinngemaess). Verstanden wir zwar irgendwie nicht, da man doch da war, um Spass zu haben und nicht um gut auszusehen, da kannste dann auf ne Modenschau oder sowat gehen – Mh, Strange.
Nach der Pause sind wir dann wieder auffen Floor, aber diesmal nen Stueck weiter nach vorne – hinten war mittlerweile alles dicht – und haben dort dann weiter das House „gebass’ed“. Wieder einmal machten sich die netten Besucher des Icon’s bermerkbar. Es waren so gut wie keine „Picaldis“ dort, die einem die Sache vermiesen konnten, nein – im Gegenteil – es waren relativ viele, ich moechte behaupten, alternative Leute da (Beatsteaks T-Shirt; Chucks oder Vans usw. – Auch wenn man die Gesinnung ja nicht unbedingt an Aeusserlichkeiten festmachen kann, aber ich mach’s jetzt einfach mal).
Die Leute waren alle sehr vorsichtig, so dass selten jemand angerempelt wurde und haben, nicht selten, auch mit jemanden getanzt. Tja, aber da man, ums mit Eric’s Worten auszudruecken, diesen „Extremsport“ nicht lange durchhaelt, kam nach, ich schaetze, es waren so 30 Minuten Tanzen, die zweite Pause, bei denen wir die Bekanntschaft mit lustigen Amerikanern machten („We love Germany, it’s great…“; „nice beer…“; „“it’s nice! high fiiiiiiive!“ ^^).
Dann: Dritte Runde, bei der wir diesmal ganz nach vorne gelangten und dort dann gerockt haben. Wieder saumaessig geil gewesen aber irgendwann war’s dann echt mit uns vorbei (Das ist aber auch anstrengend^^). Mittlerweile waren wir so durchnaesst, das wir Abdruecke auf den Leder-Sitzen hinterliessen und wir bemerkten auch, z.B. an unseren Fuessen, die jeden Moment durch die Schuhe kommen zu schienen, das wir ‘ne vierte Runde, trotz des inzwischen erfolgten Umstiegs von Bier auf Wasser bzw. Bionade, auch nicht mehr lange durchhalten wuerden, weshalb wir beschlossen nach hause zu fahren – Es war ca. 04:00 Uhr.
Jedoch waren wir so angetan – „Ich hab echt noch nie soviel Spass gehabt“ – dass Eric, zacha und ich uns noch „Icon-Shirts“ kaufen wollten, was Eric und ich dann auch taten (schickes schwarz), leider war zachas Groesse schon aus.
Mit dem Kopf voller Impressionen und Beats von Black Sun Empire verliessen wir dann das Icon, dass wir sicher bald wieder besichtigen werden, und fuhren, völlig fertig aber gut gelaunt, nach hause.
Ich hab bestimmt ‘nen Haufen Sachen, die ich eigentlich erwaehnen wollte, vergessen, aber ich muss nun rum zu Mofl, Jogging-Klamotten aussuchen (Morgen: eine Art Verkleidungstag der 13er).
Hier ‘nen paar offizielle Bilder vom Icon (so, bloss voller sah es gestern aus^^):
Icon Berlin Gallery
Bis dann, der Bob
Sonntag, 1 April, 2007 um 06:04
Ehrliche Worte! War echt ein sehr geiler Abend und eine noch geilere Nacht!
Das Icon kann man ohne Bedenken jedem empfehlen, der Drum’n'Bass mag ^^