Muha! Da bin ich wieder.
Wer hätte’s gedacht? Ich selbst jedenfalls nicht mehr. Doch getreu der Zeile aus dem neuen Sporties Song „Es bleibt für immer“ bin ich nun also doch wieder da. Warum allerdings in Cannstatt der Bär steppt, man lieber ‘nen Wörterbuch mitnehmen sollte und die Tage eindeutig zu wenig Stunden haben wird, nicht jetzt – dafür später, noch ausführlich erläutert.
Fast vier Monate, auf den Tag genau (es sind noch 11 Minuten, bis es genau vier Monate sind – aber die Ungeduld ist ebend stärker
) war ich nun komplett von der Internet-Bildfläche verschwunden. Aber, so wie es auch die Bands machen, die nach der Trennung mal wieder Geld brauchen, erlebe ich nun ein Revival – „top!“, wie man hier in Stuttgart sagen würde.
Stuttgart?!? Ja, genau. An wem es irgendwie vorbei gegangen sein sollte, ich bin aus meiner geliebten Heimat nach Stuttgart umgezogen. Das Ganze eigentlich nur aus einem Grund: „geographische Bequemlichkeit“ (Die Simpsons Fans unter Euch werden sicher gerade lachen^^) – Da es doch auf Dauer schon eher anstrengend wäre jeden Tag 1h hin-, zur Uni, und 1h zurückzufliegen…
Ok, Bob entdeckt die Welt und macht auch noch auf gebildet als Wirtschaftsinformatik-Student.
- HALT -
Ich merke gerade wie ich abschweife und die eigentliche Struktur meines Texts vernachlaessige. Denn meint Ihr nich das es dem besseren Verständnis dienen würde, wenn ich erstmal erläuter, warum ich denn eigentlich 5 Monate ohne Internet war?
Zugegeben: Das ich ohne Internet bin ist in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen, allerdings nicht über diesen Zeitraum. Zu Verdanken habe ich die letzten fünf Monate einem Telekommunkationsanbieter, dessen erster Buchstabe wie, sollte man dem allgemeinen Vorurteil Glauben schenken und das tun wir an dieser Stelle einfach mal, das meistkonsumierte Getränk der Briten klingt.
Dieser hat es irgendwie geschafft auf meine Adresse irgendwas zwischen 2 und 5 Buchungskonten (So genau, konnte mir das komischerweise keiner an der Hotline erklären – Warum sollte der Kundenservice auch über die Daten der Kunden Bescheid wissen…?) anzulegen was zur Folge hatte, dass wir monatlich anstatt einer, wie das ja meist so üblich ist, mehrere Rechnungen, ebend für jedes Buchungskonto Eine, bekamen.
Als rational-naiver Mensch bezahlt man natürlich dann davon nur eine Rechnung und denkt, dass es sich um ein Fehler im System handeln muss, das die Techniker aber sicher mittlerweile behoben haben. Dem war aber nicht so… So kam die erste Mahnung, das erste Buchungskonto betreffend und bald folgte auch die Mahnung fürs zweite Buchungskonto, dann die jeweils zweite Mahnung – Das ganze trotz mehrmaliger Anrufe beim Kundenservice.
Als Konsequenz wurde mir dann die Kündigung geschickt – Es war Mitte Juli. Ums kurz zu fassen, weil ich mich sonst wieder aufrege:
1000x angerufen, jaha – man musste jedem Mitarbeiter die Geschichte, die schon eher lang war, erneut erzaehlen und Ja, ich konnte Sie zum Schluss auswendig. Die und meine Kundennummer sowie sämtliche Telefonnummern sämtlicher Abteilungen, da ich auf meiner Telefonreise so ziemlich alle durchlaufen (musste!). Wenn das nicht auf die Effizenz des Kundenservices hindeutet…
1000x wurde mir zugesichert das sich drum gekümmert werde und Telefon und Internet bald wieder gehen würde…., was natürlich nie geschah. Auch die versprochenen Rückrufe der Mitarbeiter, die sich intensiv um meinen Fall kümmern wollten, sind bis heute ausgeblieben – sowas.
Internet und Telefon funktioniern bis heute immernoch nicht und der Anwalt hat Spass mit der Telefongesellschaft.
Na ja, konnte ich in den letzten Monaten wenigstens mal wieder das Eine oder Andere Buch lesen und ich hatte Zeit festzustellen, wieviel Schrott doch tatsächlich im TV kommt. Klar, viele werden jetzt sagen: „Is doch allgemein bekannt“. Es hat zwar gedauert aber mittlerweile teile ich diese Meinung.
Und wie, wenn das Internet nicht geht, schreibe ich, jetzt in diesem Moment, diesen Text hier? Aufmerksame Leser haben vllt. noch dunkel in Erinnerung, dass ich umgezogen bin^^. Mitterweile habe ich hier Internet, aber auch hier verlief das alles mit dem Internet nicht ganz unproblematisch (scheint ‘ne Krankheit zu sein).
Aber von Anfang an:
Da das alles schon ne Weile her ist und zudem es sich gerade um eine unpassende Zeit zum rekapitulieren vergangener Geschehnisse werde ich mich wahrscheinlich kurz halten, auch wenn ich wahrscheinlich nen Haufen Sachen vergessen werde, weil einfach zuviele Sachen passiert sind. Man verzeihe mir also die Unvollständigkeit.
30. September: Umzug. Umzug hiess in meinem Fall, die nötigsten Sachen in den Kofferraum geworfen, Möbel ausgenommen – Die Meisten waren einfach schon zu kaputt – und dann erstmal gut 8h mit dem Auto gefahren. Angekommen, ausgepackt, möbellos.
Seitdem wohne ich hier in einer WG, bestehen aus drei anderen Mitstudenten und mir, wer hätts gedacht. Die WG kam dank dem Internet, das zu dem Zeitpunkt der Vereinbarungen glücklicherweise noch funktionierte, zu Stande.
Glücklicherweise waren 4 Studenten gerade dieses Jahr mit dem Studium fertig und wollten ihre WG abgeben. So startet Ich im Forum also die Initiative: „Wirtschaftsinformatiker-WG“, worauf hin sich dann auch wir Vier, die jetzt miteinander wohnen, zusammen gefunden haben – Ich hatte die Drei eh schon in der ICQ Liste gehabt. Nur soviel: Da ham sich 4 Leute gefunden. Is echt lustig – endlich mal „normale Menschen“ mit meinem Humor und meiner Einstellung zum Leben^^. Nach dem Abmachen uebers Netz liessen wir Taten folgen: Wir trafen uns in Stuttgart, fanden uns wohl alle ganz nett (wie sollte sonst diese WG zustande gekommen sein?^^), besichtigten die Wohnung und nach ein bisschen Zittern und Bangen bekamen wir jende Wohnung dann auch. Eerwähnte ich, dass dies das einzige Wohnungsangebot war, was wir in Aussicht hatten? Wenn nicht, hab ich das hiermit getan^^.
Tjo und so stand ich nun also am 30.09. in meinem leerem Zimmer rum, dass sich nach und nach mit Möbeln fuellte, wobei ein Bett(-gestell) immernoch fehlt – Als Student sind die finanziellen Mittel ebend begrenzt
.
Nun folgte die „Umgewoehnung“. Denn wenn man gute 700km faehrt muss man auch einen neuen Dialekt in Kauf nehmen. Schwäbisch oder auch Badnerisch (keine Ahnung, wo da der Unterschied is – aber die hier Ansässigen meinen einen Unterschied erkennen zu koennen) ist einer der grauenvollste und zugleich lustigesten Dialekte die ich jemals gehört habe. Vllt. sollte ich noch anmerken das unsere 4er-WG aus 1 Schwaben, 2 Badnern und ebend mir (schon wieder ich!^^) besteht, ich also jedem Tag mit diesen Sprachphänomenen konfrontiert bin. Diese Sprache ist so fern vom Hochdeutsch und nie zuvor habe ich soviel „sch“-Laute, gemischt mit mir voellig unbekannten Wörtern, wie zB „wengle“ oder „rätes“ – alles huebsch verpackt in feuchter Aussprache (na bei den ganzen „sch“-Lauten kein Wunder: Da wird aus dem Wort „Kasten“ schonmal das Wortn „Kaschtn“) – gesehen. Lustig is auch, wenn man dann anfängt zu berlinern, was bei mir echt nich doll ausgeprägt is, verstehen die Einen auch nich.
Ab und zu erwisch ich mich aber mittlerweile wie ich die eine oder anderen schwäbische Redensart oder auch Grammatikkostruktion verwende. Im Gegensatz dazu sagen meine Mitbewohner alle „Hauste“, „koofen“, „rochen“ (= rauchen; es ist nicht der Fisch gemeint) und „loofen“.^^
Ausserdem musste ich mich auch an die andere Mentalität der Leute gewoehnen. Allen Vorurteilen zum trotz, sind die Leute im Westen echt freundlich, kollegial und meistens gut gelaunt – sodass es mich teilweise überfordert – im Gegensatz zu meiner „Ur-Heimat“, in der die Leute meistens nebeneinander hergelebt, sich oft angemacht haben und mit einer gewissen negativen negativen Grundeinstellung durchs Leben gegangen sind – Damit meine ich längst nicht Alle, aber ebend Viele. Das unterschiedliche Verhalten bekam ich besonders zu spüren, wenn ich mal wieder für ein Wochenende zu Hause, also in Berlin, war. Und natürlich haben die Leute auf Ihre Art auch ihren ganz besonderen Charme, den ich nich missen möchte.
Zusätzlich bleibt zu sagen das Stuttgart bei Weitem nich so schön ist wie Berlin.
Ok, langsam werd ich müde, weshalb ich mich ab jetzt doch wirklich kurz fasse. Vllt. folgen noch Texte zu diesem Thema – vllt auch nich. Wer mehr wissen will, der soll mich einfach anrufen oder anders kontaktieren.
Zum Leben hier allgemein:
Lustig und Abwechslungsreich (siehe Einkaufswagen-quer-durch-die-Stadt-schieben; Schrank-mit-leeren-Baguette-Verpackungen-fuellen-bis-dieser-voll-ist; Ganzen-Tag-am-Kacke-labern; WG-LANs; Partys [wie das bei Studenten ebend so is^^]; Bezeichnungen mit 26 „C“’s erfinden [mehr dazu ein anderes Mal]; Eishockey-spielen und noch viele andere Sachen, die mir gerade nicht einfallen)
Uni:
Anstrengend, aber machbar. Ich muss nur erstmal lernen zu lernen, da das Niveau sich doch deutlich von dem auf der Schule unterscheidet. Praxis is im Moment quasi nicht vorhanden im Unterricht, d.h. reine Theorie bisher (ausser im Programmieren). Man muss halt was machen ab und an, weil die Profs doch dazu neigen durch den Stoff zu „rasen“. Ausserdem hat der Prof nich immer meine ungeteilte Aufmerksamkeit – WLAN + Laptop an der Uni sind eine verführerische Kombination…^^
Kommt mir manchmal aber echt so vor, als hätte der Tag zu wenig Stunden: Denn nach Uni, Fitness Studio, Hausputz, Einkaufen, Telefonieren und nochn bisschen „Hausaufgaben“ machen ab und an bleibt nicht mehr viel Zeit vom Tag, und damit für sich selbst. Aber ich denke, bzw. hoffe das legt sich, nach ner Weile. Is ebend alles neu, und damit „stressig“, im Moment.
Mehr fällt mir jetzt auch gerade nich mehr ein. Nur soviel sei gesagt: Ab jetzt, da Internet vorhanden ist^^, folgen natürlich in alter Manier wieder regelmaessig Einträge.
Bis denn, schlaft gut,
Bob
Freitag, 14 Dezember, 2007 um 07:12
hmmm